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Veranstaltung - Montagsgesellschaft e.V.

Ehrenamtstalk: Bürgerschaftliches Engagement als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält – Wunschvorstellung oder Realität?“

Ehrenamt als Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Mit dem Ehrenamtstalk „Bürgerschaftliches Engagement als Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält – Wunschvorstellung oder Realität?“ widmete sich die Montagsgesellschaft einem Thema, das tief in ihrer eigenen DNA verankert ist. Veranstaltungsort war das historische Petrihaus in Frankfurt-Rödelheim – ein Ort, der selbst vom bürgerschaftlichen Engagement lebt und diesem Abend einen besonderen Rahmen gab.

Ein Podium voller Praxis, Haltung und Herzblut

Das Podium war bewusst praxisnah besetzt – mit engagierten Frauen aus Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Politik, Kultur und Ehrenamt. In sehr persönlichen Beiträgen wurde deutlich, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement heute ist und welche zentrale Rolle es für Kinder, Familien, Pflegebedürftige und das soziale Miteinander in Frankfurt spielt.

Die Diskussion zeigte eindrucksvoll: Ehrenamt ist keine abstrakte Idee, sondern gelebte Verantwortung – oft leise, aber von enormer gesellschaftlicher Wirkung.

Ehrenamt zwischen Wertschätzung und Herausforderung

Immer wieder wurde betont, dass Ehrenamt weit mehr ist als unbezahlte Arbeit. Es schafft Nähe, Vertrauen und Teilhabe – gerade dort, wo staatliche Strukturen an Grenzen stoßen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen offen benannt: Bürokratische Hürden, Überforderung, Nachwuchsfragen und die Notwendigkeit verlässlicher unterstützender Strukturen.

Ein zentrales Ergebnis des Abends: Wertschätzung ist der wichtigste „Lohn“ des Ehrenamts – und sie muss sichtbar, spürbar und nachhaltig sein.

Armut ist mehr als eine Frage des Geldes

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einem erweiterten Armutsbegriff. Neben materieller Armut wurden soziale, kulturelle und emotionale Armut thematisiert. Besonders Kinderarmut wurde als schambehaftet, oft unsichtbar und dennoch hochwirksam beschrieben – mit direkten Auswirkungen auf Teilhabe, Bildung und Lebensperspektiven.

Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Angebote, Quartiersarbeit und ehrenamtliche Netzwerke sind, um genau diese Lücken zu schließen.

Engagement im Wandel – neue Formen, neue Zugänge

Deutlich wurde auch: Bürgerschaftliches Engagement verändert sich. Junge Menschen engagieren sich heute häufig projektbezogen, themenorientiert und weniger in klassischen Strukturen. Das ist kein Rückzug, sondern Ausdruck eines Wandels, auf den Vereine, Institutionen und Politik reagieren müssen.

Engagement wächst dort, wo Räume geöffnet, Hürden gesenkt und Vielfalt zugelassen wird – im Stadtteil, in Schulen, in Vereinen und kulturellen Einrichtungen.

Dank an die Podiumsteilnehmerinnen

Die Montagsgesellschaft bedankt sich herzlich bei den Podiumsteilnehmerinnen für ihre Offenheit, ihre Expertise und ihr tägliches Engagement für unsere Stadtgesellschaft:

  • Karin Schmidt,

    1. Vorsitzende AKIK – Aktion Kind im Krankenhaus Frankfurt

  • Dr. Arijana Neumann,
    Vorsitzende Main Kind – Initiative gegen Kinderarmut in Frankfurt e. V.

  • Elke Voitl,
    Stadträtin und Dezernentin für Soziales und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main

  • Corinna Bindschädel-Blum,
    Pflegedienstleiterin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Varisano Klinikum Frankfurt Höchst

  • Petra Spitzlei-Krüger,
    Ansprechpartnerin und engagierte Gestalterin des Petrihauses

Ihr Engagement steht exemplarisch für das, was diesen Abend getragen hat: Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Fazit

Der Abend machte eindrucksvoll deutlich: Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer, kälter und weniger menschlich. Ehrenamt ist kein Randthema, sondern ein tragender Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die Montagsgesellschaft versteht sich dabei einmal mehr als Plattform für Dialog, Wertschätzung und Vernetzung – und als Einladung an alle, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Termin
09. Februar 2026, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Petrihaus Frankfurt
Am Rödelheimer Wehr 15
60489 Frankfurt am Main
Hinweis
Galerie