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Veranstaltung - Montagsgesellschaft e.V.

All together now. Zum Geheimnis von Vielfalt am Melting Pot Frankfurt Rhein-Main

All together now: Zum Geheimnis von Vielfalt am Melting Pot Frankfurt Rhein-Main

Gemeinsam mit dem Newcomers Network widmete sich die Montagsgesellschaft der Frage, welchen Beitrag Vielfalt, Internationalität und kulturelle Offenheit zum Erfolg der Region Frankfurt Rhein-Main leisten. Im Mittelpunkt stand die These, dass wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlicher Zusammenhalt eng mit der Vielfalt der Menschen verbunden sind, die hier leben und arbeiten.

Zu Gast waren:

  • Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

  • Uwe Mohr, Leiter des Goethe-Instituts Frankfurt

  • Dr. Bernd Scharbert, Intercultural Leadership Counsellor und Autor

  • Ana Meuer, Inhaberin der Nations Business Training GmbH

  • Elke Müller, Geschäftsführende Gesellschafterin der compass international GmbH

Vielfalt als Erfolgsfaktor für Frankfurt

Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass Frankfurt ohne seine internationale Prägung kaum denkbar wäre. Fast die Hälfte der Frankfurter Bevölkerung hat eine Migrationsgeschichte. Die Region gehört zu den internationalsten Wirtschaftsstandorten Europas und profitiert seit Jahrzehnten von Menschen, die aus unterschiedlichsten Ländern hierherkommen, arbeiten, gründen und investieren.

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg betonte, dass Vielfalt kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil der Frankfurter Identität sei. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehe dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander sprechen und voneinander lernen.

Warum unterschiedliche Perspektiven Unternehmen stärken

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war die Erkenntnis, dass Vielfalt Innovation fördert. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Erfahrungen und Denkweisen führen häufig zu besseren Entscheidungen und kreativeren Lösungen.

Dr. Bernd Scharbert berichtete aus seinen internationalen Management-Erfahrungen in zahlreichen Ländern. Gerade internationale Teams seien oft besonders erfolgreich, weil verschiedene Sichtweisen zusammenkommen und Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

Auch Uwe Mohr unterstrich, dass Vielfalt nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich ein großer Vorteil sei. Internationale Fachkräfte seien für die Zukunft Deutschlands unverzichtbar.

Sprache verbindet Menschen und schafft Chancen

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Bedeutung von Sprache. Ana Meuer schilderte aus ihrer Arbeit mit internationalen Fachkräften und Unternehmen, dass Sprache vor allem Kommunikation und Begegnung ermöglicht.

Dabei waren sich die Gesprächsgäste einig: Perfekte Sprachkenntnisse sind nicht die Voraussetzung für Integration. Viel wichtiger sind Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, miteinander ins Gespräch zu kommen. Besonders erfolgreich sei Integration häufig dort, wo Menschen gemeinsam arbeiten, lernen oder sich im Alltag begegnen.

Unternehmertum und Aufstiegschancen

Spannend war auch die Diskussion über die Rolle von Menschen mit Migrationsgeschichte in der Wirtschaft. Dr. Nargess Eskandari-Grünberg verwies darauf, dass ein großer Teil der Existenzgründungen in Frankfurt auf Menschen mit internationalem Hintergrund zurückgeht.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Menschen mit Migrationsgeschichte in Führungspositionen, Vorständen und Aufsichtsgremien noch immer deutlich unterrepräsentiert sind. Hier sehen die Diskutanten weiterhin Entwicklungspotenzial für Wirtschaft und Gesellschaft.

Begegnung schafft Verständnis

Ein wiederkehrendes Motiv des Abends war die Bedeutung persönlicher Begegnungen. Vorurteile entstehen häufig dort, wo Menschen wenig Kontakt miteinander haben. Wo Begegnung stattfindet, entstehen Verständnis, Vertrauen und neue Perspektiven.

Ob in Unternehmen, Vereinen, Nachbarschaften oder Netzwerken – gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und Vielfalt als Bereicherung erleben.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Abends

  • Vielfalt und wirtschaftlicher Erfolg sind eng miteinander verbunden.

  • Frankfurt profitiert von seiner internationalen Offenheit und Attraktivität.

  • Unterschiedliche Perspektiven fördern Innovation und Kreativität.

  • Sprache ist wichtig, aber Begegnung und Kommunikation sind entscheidender.

  • Menschen mit Migrationsgeschichte leisten einen bedeutenden Beitrag zu Unternehmertum und Gründungen.

  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht durch Austausch, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung.

Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass Vielfalt nicht nur ein gesellschaftlicher Wert, sondern auch ein wesentlicher Standortvorteil für Frankfurt Rhein-Main ist. Gerade in einer globalisierten Welt bleibt die Fähigkeit, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen, eine der größten Stärken der Region.

Termin
02. Juni 2026, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Fleming's Selection Hotel Frankfurt-City
Eschenheimer Tor 2
60318 Frankfurt am Main
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